Konzertbericht Zürcher Unterländer

Hackbrett und Piano vereinen sich musikalisch mit einem Däniker «Heli»

Der Gemeinderat hat zum Neujahrsapéro ins Anna-Stüssi-Haus eingeladen. Nicolas Senn und Elias Bernet sind aufgeboten – und ein Däniker spielt mit dem Schwyzerörgeli spontan mit.

Die beiden Musiker, die am Sonntagabend fast zwei Stunden auf der Bühne stehen, gelten als hochkarätig. Zum einen Hackbrettvirtuose Nicolas Senn. Der 27-jährige Appenzeller hat das Schweizer Kastenzither-Instrument auf der ganzen Welt und sogar schon auf dem 5895 Meter hohen Kilimanjaro zu Gehör gebracht. Preisgekrönt ist er auch noch, dieser junge Mann mit beschlagenen Hosenträgern und der goldenen Kelle im Ohr. So holte er sich unter anderem den «Prix Walo», die wichtigste Auszeichnung im Schweizer Showbusiness.

Volksmusik trifft auf Boogie

Speziell ist, dass er gerne musikalische Grenzen überklopft. So war er drei Jahre lang mit Rapper Bligg auf Tournee oder spielte live am Basel Tattoo vor 120 000 Zuschauern. Nicolas Senn ist auch nicht auf den Mund gefallen. Mit Schlagfertigkeit und Witzchen moderiert er im Fernsehen auf SRF 1 die Sendung «Potzmusig» und die Live-Gala «Viva Volksmusik».

Mit Elias Bernet, dem gleichaltrigen, ebenfalls preisgekrönten von Fernsehen und Radio bekannten St. Galler Pianisten, lässt Senn in Dänikon einen Abend lang Hackbrett und Boogie-Woogie verschmelzen. «Das geht mir unter die Haut. Diese Kombination finde ich mega. Ich habe Senn in Kreuzlingen getroffen und habe ihn gefragt, ob er auch in einem kleinen Dorf im Furttal spielen würde. Er hat gleich zugesagt», erklärt Marlies Schüpbach, Präsidentin der Kulturkommission.

Die Däniker schätzen die mitunter kühnen Klänge vom Appenzeller Wälserli bis hin zum «Hack’n Roll». Es wird mitgeklatscht und beim «Quöllfrisch» sogar mitgejodelt. Die 89-jährige Ida Marthaler weiss die Darbietung besonders zu schätzen. Die Dänikerin hat mit 75 Jahren das Zitherspielen erlernt. «Es ist schön, mit welcher Leidenschaft die Künstler am Werk sind. Es braucht Talent und Mühe bis es so weit ist», sagt sie. Gespielt werden Stücke wie «Wedegehnte», was auf Appenzeller Mundart Muskelkater bedeutet oder die besinnlichen Stücke die Senn jedes Jahr im August am Berggottesdienst auf der Meglisalp zum Besten gibt.

Die beiden Künstler kommen erst nach mehreren Zugaben von der Bühne, geben danach noch Autogramme, plaudern mit Fans und lachen in Handykameras. Senn beweist Kondition. Sein Tag hat früh begonnen und er hat bereits einen Auftritt im Baselbiet hinter sich. Er erklärt, dass er immer um zwei Uhr morgens seinen Lehmofen befeuern müsse um ein warmes Haus vorzufinden, wenn er nachts zurückkehre. Unterwegs schwöre er auf ein Picknick-Frühstück mit – wie könnte es anders sein – Appenzeller Käse.

Spontaner Furttaler

«Im Kanton Appenzell haben wir gerade rund 30 Zentimeter mehr Schnee als hier. Besonders freue ich mich auf den feinen Regensberger Wein. Der wird mir warm geben, wenn es mit dem Lehmofen nicht so ganz geklappt hat.» Doch bevor es so weit ist, spielen Senn und Bernet gemeinsam mit einem spontanen Überraschungsgast, dem Furttaler Lokalmatador Dominik Heller alias «Heli», ein paar Stücke. Jetzt gesellt sich zu Klavier und Hackbrett auch noch das Schwyzerörgeli des Furttalers. Die Däniker stehen vor der Bühne, filmen, klatschen mit und feuern das Trio an. Als «Heli» die Bühne wieder verlässt ruft Senn ins Publikum: «Hat sonst noch jemand ein Instrument dabei?»



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